solar

Erneuerbare Energien

Zu den erneuerbaren Energien zählen die Sonnen- und die Windenergie, die Wasserkraft, die Biomasse und die Geothermie. Mittels eines Zuschlages auf den Strompreis wird die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) zur Förderung dieser Energien finanziert. Die Widerstände gegen Wind- und Kleinwasserkraftwerde sin gross und hemmen den Ausbau beträchtlich.

AVES Kanton Solothurn unterstützt die Förderung der erneuerbaren Energien mit Augenmass. Das heisst: Wirtschaftlichkeit, Eingriffe in die Natur und der Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung müssen gegeneinander abgewogen werden.

Erneuerbare Energien haben Vor- und Nachteile, die bei der Wahl der Art der Stromproduktion berücksichtigt werden müssen. Zu beachten ist, dass nur ein intelligenter Mix von verschiedenen Formen der Stromproduktion die Versorgungssicherheit garantieren kann.

  • Die Sonnenergie kann zur Erneuerung von Strom via Fotovoltaikzellen oder für die Produktion von Wärme mittels Sonnenkollektoren genutzt werden. Sonnenkollektoren tragen zur Energieeffizienz bei und helfen, die Umwelt zu schönen. Bei der Fotovoltaik ist die Wirtschaftlichkeit geringer, da die Produktion der Siliziumzellen viel Energie verschlingt und relativ teuer ist. Gerade in unserem vom Nebel geplagten Kanton liefern sie im Winter, wenn wir am meisten Strom brauche, nur rund 30 Prozent ihrer Jahresproduktion. Die kWh kommt auf 40 bis 80 Rp. zu stehen. Neue Technologien zur Herstellung von Solarzellen lassen hoffen, dass sich die Wirtschaftlichkeit stark verbessern wird. 2010 deckte die Fotovoltaik weniger als ein Promille des Schweizer Stromverbrauchs.
  • Die Windenergie ist heute eine breit angewendete Produktionsform. Vor allem an den windreichen Meeresküsten stehen ganze Wälder von 100 bis 150 Meter hohen Windkraftwerken mit Leistungen bis zu 6 MW. In der Schweiz wehen weniger kräftige Winde, deswegen eignen sich wenige Standorte, vor allem auf den Jurahöhen (im Kanton: Schwengimatt, Kienberg, Grenchenberg etc.) oder in den Alpen. Windenergie ist CO2-frei. Probleme ergeben sich jedoch mit dem Landschaftsschutz, dem Lärm und der Verfügbarkeit, da nur Strom produzier wird, wen der Wind weht. Bei uns kommt die kWh auf rund 15 bis 30 Rp. zu stehen. 2010 deckte die Windenergie rund 0.012 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs.
  • Die Wasserkraft wird durch Laufkraftwerke (Bandenergie, d.h. den ganzen Tag gleich viel Produktion) und Speicherkraftwerke (Spitzenenergie, wenn der Bedarf gross ist) genutzt, die etwa je einen Viertel des Schweizer Stroms erzeugen. Wasserkraft ist CO2-frei und in der Schweiz sehr gut verfügbar. Allerdings bestehen kaum noch Möglichkeiten, grosse Wasserkraftwerke zu bauen, denn das Potenzial der Flüsse ist zum grössten Teil ausgeschöpft. Zudem stehen keine Alpentäler mehr zur Flutung zur Verfügung. Für Kleinwasserkraftwerke besteht noch ein Potenzial. Grosse Wasserkraftwerke sind wirtschaftlich, kleiner häufig auf Subventionen durch einen höheren Strompreis angewiesen.
  • Die Erforschung der Geothermie in der Schweiz steckt noch in den Kinderschuhen und muss gefördert werden. Das Potenzial der Geothermie ist momentan noch unklar.